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Der Wärmepumpen-Boom bringt Aufträge. Nicht zu Ihnen

Ein Hauseigentümer entscheidet, die alte Ölheizung zu ersetzen. Er holt drei Offerten ein, so wie man das macht. Auf dem Küchentisch liegen dann drei Dokumente, die für ihn fast gleich aussehen: ähnliche Geräte, ähnliche Zahlen, ähnliche Formulierungen. Er ist kein Fachmann. Er muss trotzdem entscheiden. Und was diese Entscheidung kippt, steht in der Regel nicht in der Offerte.

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Wärmepumpe Markt Schweiz

Mehr Nachfrage heisst nicht weniger Wettbewerb

Der Heizungsersatz beschäftigt die Branche seit Jahren, und das wird so bleiben. Für den einzelnen Betrieb folgt daraus aber nicht automatisch mehr Arbeit.

Denn die Nachfrage verteilt sich nicht gleichmässig. Sie sammelt sich bei den Betrieben, die der Bauherr findet und einordnen kann. Steigende Nachfrage zieht ausserdem neue Anbieter an — und verschärft den Wettbewerb um genau denselben Kunden.

Das führt zu einer Situation, die viele Inhaber kennen: Das Telefon klingelt öfter, die Auftragsquote sinkt aber. Man schreibt mehr Offerten für dieselbe Anzahl Aufträge. Das ist teuer, weil jede Offerte Zeit von jemandem kostet, der eigentlich anderes zu tun hätte.

Was ein Laie vergleicht, wenn er drei Offerten hat

Der Bauherr kann die technische Qualität nicht beurteilen. Das ist keine Kritik an ihm — er hat es nie gelernt.

Also vergleicht er das, was er beurteilen kann:

Warum die günstigste Offerte oft nicht gewinnt

Wenn der Preis entscheidend wäre, würde immer die billigste Offerte gewinnen. Das tut sie nachweislich nicht — jeder Betrieb kennt Aufträge, die er trotz höherem Preis bekommen hat.

Der Grund ist einfach: Bei einer Investition dieser Grössenordnung ist die grösste Sorge des Bauherrn nicht, zu viel zu bezahlen. Sie ist, an den Falschen zu geraten. Eine Heizung wird in bewohntem Zustand ersetzt. Es wird gebohrt, geschraubt und Dreck gemacht. Und die Anlage soll zwanzig Jahre laufen.

Wer diese Sorge nimmt, muss nicht der Günstigste sein. Wer sie nicht nimmt, muss es sein — und verdient dann nichts daran.

Das ist der praktische Kern der Sache: Sichtbarkeit ist keine Marketingfrage, sondern eine Margenfrage.

Kompetenz sichtbar machen, bevor die Offerte rausgeht

Die Arbeit, die hier zählt, passiert vor dem Erstkontakt. Wenn der Bauherr die Offerte öffnet, hat er sich längst ein Bild gemacht.

Am meisten trägt dabei das Referenzobjekt. Nicht als Name in einer Liste, sondern als eigene Seite: Was war die Ausgangslage, was wurde eingebaut, was war die Schwierigkeit, wie sieht es fertig aus. Wer nach einer vergleichbaren Situation sucht, findet dann Sie statt jemand anderen.

Der zweite Hebel sind Bilder aus dem eigenen Betrieb. Gekaufte Fotos von Anlagen, die Sie nie gebaut haben, wirken auf niemanden — und wer sie erkennt, wird misstrauisch.

Der dritte ist Erreichbarkeit. Eine sichtbare Telefonnummer, die man antippen kann, schlägt jedes Kontaktformular. Beim Heizungsersatz ruft man an.

Der Vergleich findet online statt, auch in der Schweiz

Dass diese Prüfung im Netz passiert, ist gut belegt. Der «KMU Digital Pulse 2025» von localsearch und der Hochschule Luzern zeigt, dass 77 Prozent der Schweizer Bevölkerung Instagram nutzen, um sich über KMU zu informieren — und dass nur 36 Prozent der Schweizer KMU eine eigene Website haben.

Für einen Gebäudetechnik-Betrieb ist das eine ungewöhnlich gute Ausgangslage. Der Vergleich findet ohnehin statt. Die Mehrheit der Mitbewerber liefert dafür aber wenig Material.

Es braucht keinen grossen Auftritt, um in dieser Situation aufzufallen. Es braucht ein paar Objekte, die man ansehen kann, echte Bilder und eine Nummer, die funktioniert.

Fazit

Nehmen Sie sich in der nächsten Woche das letzte Objekt vor, auf das Sie stolz sind, und schreiben Sie fünf Sätze dazu: Ausgangslage, Lösung, Schwierigkeit, Resultat, Dauer. Dazu drei Fotos, die Ihre eigenen Leute gemacht haben. Das ist die erste Referenzseite, und sie kostet eine halbe Stunde. Wiederholen Sie das einmal im Monat, und in einem Jahr haben Sie das, was Ihre Mitbewerber nicht haben.

Häufige Fragen

Weil Sichtbarkeit nicht nur die Menge steuert, sondern die Auswahl. Wer gefunden wird und einordbar ist, bekommt andere Anfragen: grössere Objekte, klarere Vorstellungen, weniger Preisdiskussion. Bei voller Auslastung ist das der einzige Hebel, der noch etwas bringt.

Bewertungen helfen, aber sie beantworten nur die Frage, ob andere zufrieden waren. Sie beantworten nicht, ob Sie schon einmal etwas Vergleichbares gebaut haben. Genau das will jemand wissen, der vor einem Heizungsersatz steht. Dafür braucht es das Objekt, nicht die Sternebewertung.

Weniger, als die meisten denken. Fünf bis zehn gut beschriebene Objekte, die die Bandbreite abdecken, wirken stärker als eine Liste mit sechzig Namen ohne Details. Wichtig ist, dass jemand ein Objekt findet, das seiner Situation ähnelt.

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